Presseinformation der BDGW 06 / 2017

Berlin/Bad Homburg – Für die Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister in Deutschland tritt ein neuer Bundeslohntarifvertrag in Kraft.

Mit Ablauf der Widerrufsfrist und Annahme des Tarifergebnisses durch beide Tarifparteien BDGW und ver.di Bund am heutigen Tag, bedeutet dies Lohnerhöhungen im Gesamtvolumen zwischen rund 5 Prozent und 12 Prozent innerhalb einer zweijährigen Laufzeit für die Beschäftigten im Geld- und Wertbereich.

Der Vorsitzende der BDGW, Michael Mewes, erklärte, „dass mit dem Abschluss und der Verbindlichkeit des Tarifergebnisses, eine Fortsetzung von Streiks verhindert und damit Schaden von den Kunden in Handel und der Kreditwirtschaft abgewendet werden konnte. Die Arbeitgeber sind mit dem Abschluss an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit gegangen“, so Mewes.

Der Bundeslohntarifvertrag hat eine zweijährige Laufzeit und gilt vom 01.01.2017 bis 31.12.2018. Die Löhne steigen in den Tarifregionen unterschiedlich an, in der Tarifregion West deutlich geringer als in der Tarifregion Ost. Die erste Stufe der Tariferhöhung erfolgt zum 01.03.2017. Hier erhöhen sich die Löhne zwischen 2,48 Prozent (NRW) und 6,23 Prozent in der Tarifregion Ost. Die zweite Lohnerhöhungsstufe wird am 01.01.2018 umgesetzt. Sie sieht Lohnsteigerungen zwischen 2,42 Prozent (NRW) und 5,86 Prozent für die Tarifregion Ost vor. Die überproportionale Anhebung der Löhne in der Tarifregion Ost erfolgte vor dem Hintergrund der weiteren Annäherung des Lohnniveaus in den östlichen an die westlichen Bundesländer.

„Das Tarifergebnis“, so Mewes, „belaste die Mitgliedsunternehmen der BDGW in einem derzeit besonders schwierigen Marktumfeld enorm. Dies sei nur dadurch hinnehmbar, weil damit für unsere Mitgliedsunternehmen und deren Kunden eine zweijährige Planungssicherheit bei den Löhnen und Gehältern erzielt werden konnte. Mein besonderer Dank gilt der Tarifkommission mit Vertretern von kleinen, mittleren und großen Unternehmen, die sich im Interesse aller Mitgliedsunternehmen der BDGW über viele Monate mit völlig überzogenen Forderungen von ver.di auseinandersetzen mussten, um dieses Ergebnis zu erzielen“, so Mewes abschließend.






Brancheninformation (www.bdgw.de)
Der BDGW gehören zurzeit 33 ordentliche Mitgliedsunternehmen, mit insgesamt 92 Niederlassungen, und 33 außerordentliche Mitgliedsunternehmen an. Insgesamt verfügt die Branche rund 2.500 gepanzerte Spezialgeldtransportfahrzeuge und beschäftigt ca. 11.000 Mitarbeiter. Davon sind 2/3 im Geld- und Werttransport und 1/3 in der Geldbearbeitung tätig. Der Umsatz der gesamten Branche lag im vergangenen Jahr nach ersten Schätzungen bei circa 550 Millionen Euro.

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