21.05.2013 „Nur Bares ist Wahres“: Bargeld: Beliebt, kostengünstig und schnell!

Dr. Harald Olschok: „Bargeld weiterhin beliebtestes Zahlungsmittel deutscher Verbraucher. Geld- und Wertdienstleister stellen durch die europaweit sicherste Bargeldlogistik die Versorgung des deutschen Einzelhandels, der Banken und Kreditinstitute sicher.“
Bargeld ist ...
beliebt, weil rund 80 Prozent aller Zahlungen bar getätigt werden. kostengünstig, weil Bargeldhandling den Einzelhandel nur 0,08 bis 0,2 Prozent vom Umsatz kostet, während für EC-Karten 0,3 Prozent und bei Kreditkarten noch höhere Kosten zwischen 2 bis 4 % des Umsatzes entstehen. anonym und schnell, weil nur Bargeld die Verbraucher-Anonymität gewährleistet und schnell bei der Transaktion und im Umgang ist. Damit reagierte heute der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW). Dr. Harald Olschok, auf die heute in Frankfurt veröffentlichte Studie „Cost of Cash: Status Quo und Entwicklungsperspektiven in Deutschland“, die von MasterCard gesponsert wurde. Unbarer Zahlungsverkehr berge für Verbraucher und Volkswirtschaften enorm hohe Risiken. „Nach einer EUROPOL-Untersuchung zur organisierten Kriminalität betrug der bekannt gewordene wirtschaftliche Schaden durch Kartenbetrug in Europa bereits im Jahr 2009 1,5 Milliarden Euro“, so Olschok. Dieser Betrag sei in den letzten Jahren noch deutlich angestiegen. Darauf seien die Verfasser der Studie überhaupt nicht eingegangen. „Vergleicht man diese Gefahren mit dem flexiblen, sicheren und anonymen Bargeld aus den bundesweit über 55.000 Geldausgabeautomaten, sehen wir die öffentlich diskutierten „bargeldlosen“ Zahlungsverkehrsalternativen relativ gelassen“, so der BDGW-Hauptgeschäftsführer. Die von den Verfassern als „erste umfassende Untersuchung für den deutsche Markt“ bezeichnete Studie gehe weder auf den Nutzen von Bargeld für die Verbraucher noch auf die damit verbundenen Einkommens- und Beschäftigungseffekte der damit betrauten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Eine gesamtwirtschaftliche Analyse des Bargeldhandlings müsse auch die Einkommen der damit betrauten Bundesbankbeamten sowie die der Beschäftigten im Bankensektor, im Einzelhandel sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geld- und Wertdiensten berücksichtigen. Dies sei in der Studie nachweislich nicht der Fall, so Olschok abschließend. „Schließlich zeichne sich ein gutes Zahlungsmittel und das Zahlungsverhalten, nicht nur an einem Kostenkriterium aus, sondern auch an den besonders wichtigen Faktoren wie Sicherheit, Akzeptanz, Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Anonymität aus, wie die von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2012 vorgestellte Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland bestätigte“, so Olschok weiter.
08.05.2013
Übernahme von Unicorn durch die ZIEMANN-GRUPPE

Dr. Harald Olschok: „Wir begrüßen die Übernahme von Unicorn durch ZIEMANN.“
Bad Homburg – „Wir begrüßen die Übernahme der Unicorn Geld- und Wertdienstleistungen GmbH durch die ZIEMANN-GRUPPE und wünschen der neuen ‚Nummer 2’ auf dem deutschen Markt der Geld- und Wertdienste viel Erfolg“, sagte heute in Bad Homburg der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), Dr. Harald Olschok.
Die ZIEMANN-GRUPPE in Schallstadt bei Freiburg (Umsatz im vergangenen Jahr: 111 Mio. Euro) hat heute die Übernahme der Unicorn Geld- und Wertdienstleistungen (Umsatz 57 Mio. Euro) bekannt gegeben. „Der deutsche Markt für Geld- und Wertdienstleistungen leidet seit Jahren unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen. Die Preise für Geld- und Wertdienste und damit auch die Ertragslage sind die mit Abstand niedrigsten in Europa“, so Olschok. Wir hoffen, dass es mit dieser Übernahme gelingt, den Mark zu konsolidieren. „Sichere und leistungsfähige Wertdienstleister sind für das reibungslose Funktionieren unserer Wirtschaft elementar“, so der BDGW-Hauptgeschäftsführer weiter. Bargeld sei nach wie vor das mit Abstand günstigste Zahlungsmittel für den Handel. Die Konzentration der Bundesbank auf ihre Rolle als „Geldgroßhändler“ und der Rückzug aus der Fläche benötige leistungsfähige und stabile Wertdienstleister. Diese, ob groß, mittel oder klein seien in der BDGW vertreten, so Olschok abschließend.
Geld- und Wertdienstleister „logistisches Herz“ der deutschen Bargeldversorgung

Michael Mewes, Vorsitzender der BDGW
Bad Homburg – Auf dem 3. Deutschen Bargeldlogistik Kongress vom 29. bis zum 30. Januar 2013 des EHI Retail Institute, der GS1 Germany und dem Management Forum in Wiesbaden stellte Michael Mewes, Vorsitzender der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), auf die bedeutende Rolle der BDGW-Mitglieder für die Bargeldlogistik der deutschen Volkswirtschaft ab. Täglich seien bundesweit über 2.650 Spezialgeldtransportfahrzeuge auf deutschen Straßen im Einsatz. Dabei transportieren sie für Handel, Banken und Geldausgabeautomaten Bargeld im Wert von über 3 Milliarden Euro. Hierzu seien schätzungsweise 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Transport und weitere knapp 3.500 mit der Bearbeitung des Geldes beschäftigt. Nach ersten Schätzungen erwirtschaftete die Branche in 2012 einen Umsatz von ungefähr 535 Millionen Euro. Auch wenn es im letzten Jahr 3 Überfälle auf Spezialgeldtransportfahrzeuge gegeben habe, so sei Deutschland europaweit nach wie vor mit Abstand das sicherste Land in Europa.
Mewes unterstrich mit diesem Branchenüberblick vor knapp 150 teilnehmenden Experten die Aussage von Helmut Rittgen, Leiter des Zentralbereichs Bargeld der Deutschen Bundesbank und Vorredner, dass Geld- und Wertdienstleister „das logistische Herz der deutschen Bargeldversorgung“ seien. Rittgen hatte zuvor betont, das Bargeld Zahlungsmittel Nummer 1 in Deutschland sei. Über 80 Prozent aller Transaktionen werden bar bezahlt, das entspricht einem Anteil von 53 Prozent gemessen am gesamten Einkaufsvolumen. Bargeld sei schnell verfügbar, sicher und vertraut. Man benötige nur begrenzten Einsatz von Technik. Daher eigne sich Bargeld in Not- und Krisenfällen außerordentlich gut. Mit Blick auf die weitere Reduktion von Bundesbankfilialen in der Fläche von ehemals 102 auf 35 in 2015 käme der Bargeldlogistik und einer sicheren Prozesskette eine besondere Bedeutung zu. - So seien Geld- und Wertdienstleister mit knapp 60 Prozent bei der Falschgelderkennung im Vorfeld der Bundesbank anerkannte und vertrauensvolle Partner für die Sicherheit des Bargeldes. Michael Mewes stellte hierzu fest, dass die BDGW „den Bargeldkreislauf ganzheitlich versteht. Daher ist für uns selbstverständlich, die Sicherheit der Prozesskette der Bargeldversorgung im Fokus zu haben. Seit 2007 sind BDGW-Sicherheitsstandards als Gütesiegel anerkannt. Auch die DIN 77 200 für „Sicherungsdienstleistungen – Anforderungen“ stellt immanent auf sie ab.“ Man begrüße den Vorstoß der Deutschen Kreditwirtschaft und des Deutschen Handelsverbandes beim DIN mit der 77300 ein Normierungsvorhaben eingebracht zu haben, das auf Sicherheitsstandards fuße. Mewes hob jedoch klar hervor, dass dieses Vorhaben nur dann sinnvoll und zielgerichtet sei, wenn eine künftige DIN Norm Rechtsverbindlichkeit für den gesamten Bargeldlogistikprozess und alle seiner Akteure habe. „Sich nur auf die Geld- und Wertdienstleister zu konzentrieren, das wäre zu kurz gedacht und bereits in den Sicherheitsstandards der BDGW abgedeckt. Wir brauchen eine Norm für die gesamte Transportkette“, so Mewes abschließend.
111 Tätigkeiten in der Sicherheitswirtschaft

Die privaten Sicherheits- sowie die Geld- und Wertdienste tragen mit ihren 180.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Sicherheit und zu einer reibungslosen Bargeldversorgung in Deutschland bei. Ihre Dienstleistungen sind für eine moderne Volkswirtschaft unverzichtbar. Die privaten Sicherheitsdienste haben sich zu einem umfassenden „Allround-Sicherheitsdienstleister“ mit „Generalfunktion zur Risikominimierung“ entwickelt. Aus den Geldtransporteuren der 60er und 70er Jahre, die Geld von den Filialen der Deutschen Bundesbank zu den Zweigstellen ihrer Kunden aus der Kreditwirtschaft transportierten, sind anerkannte Geld- und Wertdienstleister geworden.
Diese Entwicklungen wären ohne die Arbeit der Beschäftigten nicht möglich. Mit der nun rechtzeitig zur Security 2012 vorgelegten Broschüre Ein interessanter Job. Mit Sicherheit! 111 Tätigkeiten in der Sicherheitswirtschaft wollen BDSW und BDGW erstmals die Menschen in den Blickpunkt rücken, die einen Teil dieser vielschichtigen Aufgaben wahrnehmen. Diese reichen von „A“ wie Alarmaufschaltung, über „G“ wie Geld- und Werttransporteure“ bis „Z“ wie Zugbewachung. Wir danken unseren teilnehmenden Mitgliedsunternehmen für ihre Anzeigen, ohne die dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können. Vor allem danken wir den 77 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die stellvertretend für ihre insgesamt 180.000 Kolleginnen und Kollegen einen kleinen Einblick in ihre Arbeitswelt gewährt haben.
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