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Presseinformation der BDGW 10 / 2012
Presse-Info der BDGW als PDF-Datei
„0“ Überfälle auf Spezialgeldtransporte deutscher Geld- und Wertdienste in 2011

Dr. Harald Olschok, BDGW-Hauptgeschäftsführer
Bad Homburg – Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2011 weist erstmals in der über 40-jährigen Geschichte deutscher Geld- und Wertdienstleister „0“ Überfälle auf Spezialgeldtransportfahrzeuge aus. „Das ist vor dem Hintergrund wieder steigender Kriminalitätsraten und der Situation in anderen europäischen Ländern ein herausragendes Ergebnis und Beleg für unsere erfolgreiche Verbandsarbeit. Gemeinsam mit unseren Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Berufsgenossenschaft und den Sachversicherern sowie den Kundenverbänden haben wir den BDGW-Sicherheitsstandard erarbeitet“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW). Die in Deutschland zur Anwendung kommenden Sicherheitskonzepte seien demnach beispielgebend in Europa. „Wir haben, im Unterschied zu allen anderen europäischen Staaten, keine staatliche Regulierung für den Geld- und Werttransport“, so Olschok.
Wesentliche Bausteine deutscher Sicherheitskonzepte seien der Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen, Zwei-Mann-Besatzung, GPS-Ortung der Fahrzeuge, Bewaffnung der Beschäftigten sowie der Einsatz von Transportsicherungssystemen. „Es besteht keine Notwendigkeit, die sichere Bargeldlogistik und die Sicherheit der Beschäftigten durch davon abweichende Ausnahmeregelungen zu gefährden“, spielt Olschok auf Tendenzen der Berufsgenossenschaft für Verkehr (BGV) an, die sogenannte Ein-Mann-Logistik weiterhin zuzulassen. „Never change a running system“, so der Hauptgeschäftsführer weiter. Die PKS-Zahlen für Überfälle auf Spezialgeldtransportfahrzeuge sind auch im Vergleich mit anderen Raubüberfällen in Deutschland beeindruckend. Auch wenn beispielsweise die Zahl der Raubüberfälle auf Geldinstitute, wie die nachfolgende Übersicht zeigt, rückläufig sei. Es bleiben immer noch 324 Überfälle.

„Obwohl bereits viel in diesen Bereichen getan wird, um Sicherheit herzustellen und Überfälle bis auf den Bereich Geld- und Kassenboten rückläufig sind, könnten wir mit der Dienstleistung unserer Mitgliedsunternehmen zu einem weiteren Rückgang der Überfälle auf Spielhallen und Tankstellen beitragen. Gerne stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung“, so Dr. Harald Olschok, der auch Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) ist.
Sensationell sei die Zahl „0“ auch deshalb, weil täglich mehr als 2.600 gepanzerte Geldtransportfahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Diese transportieren nach Angaben der Deutschen Bundesbank circa 3 Milliarden Euro. Ohne die Tätigkeit der 11.000 Beschäftigten bei Geld- und Wertdienstleistern sei keine sichere Bargeldversorgung der Kreditinstitute und Bargeldentsorgung des Handels möglich, so Olschok abschließend.

Brancheninformation (www.bdgw.de): Der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste gehören 44 ordentliche und 32 außerordentliche Mitgliedsunternehmen an. Insgesamt verfügt die Branche über 2.500 gepanzerte Spezialgeldtransportfahrzeuge und beschäftigt ca. 11.000 Mitarbeiter. Davon sind 2/3 im Geld- und Werttransport und 1/3 in der Geld-bearbeitung tätig. Der Umsatz betrug in 2011 nach vorläufigen Angaben rund 520 Mio. Euro.
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